Das Team Aarau liefert nach der Natipause eine gute Leistung ab und nimmt dem Kantonsrivalen aus Reinach dank einer geschlossenen und engagierten Mannschaftsleistung in einem spannenden Derby einen Punkt ab. Routinier Sommerhalder erzielte für die Gäste aus dem Oberwynental in der Verlängerung den Siegtreffer.

Aarau begann das Spiel konzentriert und ging durch Captain Studer in Führung, die allerdings aufgrund zweier ärgerlicher Eigenfehler keine Minute Bestand hatte. Dünki traf im ersten Drittel dann noch für Reinach, ehe Stoltenberg einen Abpraller nach einem Vojtisek-Schuss verwerten konnte. Im Mitteldrittel plätscherte das Spiel mehrheitlich ereignislos dahin. Der Favorit aus Reinach tat nur das nötigste und Aarau fehlte es an offensiver Durchschlagskraft. Eine Powerplaymöglichkeit liessen die Hausherren dann nicht nur aus, sondern liessen wie schon so oft in dieser Saison gar einen Treffer zu. Weitere Tore fielen bis zur zweiten Pause nicht. Im Schlussabschnitt erhöhte der Aufsteiger das Tempo. Der erneut spielstarke Widmer sorgte in der 42. Minute für den vielumjubelten Ausgleich. In der 50. Minute legte der junge Stark nach und schoss Aarau mit einem scharfen Schuss unter die Latte wieder in Führung, nachdem Keeper Chai Keller Sekunden zuvor einen Lok-Schuss mirakulös pariert hatte. Stoltenberg erhöhte in der 52. Minute gar auf 5:3 und verletzte damit die Reinach definitiv in deren Ehre. Die Gäste begannen nun ihre gefährlichen Drehschüsse zu suchen. Vorerst kamen sie glücklich zum Anschlusstreffer (Eigentor Aarau), ehe ein solcher Weitschuss in der vorletzten Minute den Weg ins Tor noch fand. Zuvor hatte der unermüdlich kämpfende Merki mit einem Rückhandschuss mit viel Pech das 6:4 verpasst. Die Adler hatten in der Folge noch die Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Vojtisek fand aber mit einem schönen Abschluss aber seinen Meister im starken Mazrekaj im Reinacher Kasten. So musste die Verlängerung her. Aarau hatte in dieser ein, zwei gute Chancen, musste dem Gegner aber mehr Spielanteile zugestehen und ging nach einem weiteren Sommerhalder-Drehschuss etwas unglücklich als Verlierer vom Platz.

Erneut zeigte Aarau eine geschlossene und gute Mannschaftsleistung, brachte sich aber mit unnötigen Eigenfehlern und zu wenig Cleverness in den spielentscheidenden Momenten um einen durchaus möglichen Sieg. Die beiden Verteidiger Widmer und Glettig brillierten mit hervorragenden Zweikampfwerten, Tempo und Spielübersicht, während die spielfreudigen Stoltenberg und Stark sehr präsent und torgefährlich waren. Bereits am Sonntag spielt Aarau auswärts gegen Hornets Regio Moosseedorf-Worblenthal die letzte Partie der Qualifikationsrunde, bevor die schweren Playout-Spiele anstehen.

Team Aarau - UHC Lok Reinach 5:6 n.V. (2:2, 0:1, 3:2, 0:1), Schachenhalle, Aarau. 170 Zuschauer. SR Christen/Gilgen. Tore: 3. D. Studer (V. Lacerda) 1:0. 4. J. Sommerhalder 1:1. 14. D. Dünki (J. Sommerhalder) 1:2. 19. M. Stoltenberg (T. Vojtisek) 2:2. 28. J. Siegrist (M. Hediger) 2:3. 42. T. Widmer (M. Stoltenberg) 3:3. 50. P. Stark (P. Glettig) 4:3. 52. M. Stoltenberg 5:3. 53. T. Wullschleger 5:4. 59. L. Hediger (J. Sommerhalder) 5:5. 67. J. Sommerhalder (Ar. Frey) 5:6.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 2mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach.

Team Aarau: Keller Chai; Hofmann, Lacerda; Glettig ,Widmer; Wassmer, Gaberthuel; Studer, Stark, Merki; Vojtisek, Schwaller, Stoltenberg; Romer Matthias, Maurer Andres, Fäs; Münst; Keller Cirill; Mäder.

Lok Reinach: Mazrekaj; Gürber; Frey Armin; Frey Andreas; Wullschleger; Hediger Lukas; Hediger Micha; Reidy; Dünki; Häfeli; Galliker; Siegrist; Schaffner; Sommerhalder; Cimino; Remund.